Artist in Residence: Ursula Krechel

29. und 30. Oktober
Schriftstellerin, Lyrikerin und Essayistin

Ursula Krechel zählt zu den bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und wurde unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis sowie dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Ihre Werke bewegen sich zwischen Belletristik, Theater, Hörspiel und Essay – stets geprägt von sprachlicher Präzision und historischer Tiefe.

Im Zentrum ihres Schreibens stehen Fragen von Erinnerung, Exil, Gewalt, Feminismus und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Romanen wie Landgericht oder Shanghai fern von wo macht sie Verdrängtes sichtbar und eröffnet neue Perspektiven auf deutsche und europäische Geschichte.

Seit vielen Jahren verbindet Krechel literarische Arbeit mit öffentlicher Debatte. Sie lehrte an internationalen Universitäten, arbeitete als Dramaturgin und engagiert sich bis heute für Literatur als Ort kritischer Reflexion. Ihre eindringlichen Texte verbinden poetische Kraft mit politischer Wachheit, analytisch und von grosser gesellschaftlicher Relevanz.

Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos. 

Das Programm

29. Oktoberexpand_less

Vom Herzasthma des Exils: Gespräch mit Ursula Krechel

18:15 Uhr, SQUARE Bühne, 2.OG

Was bedeutet es, eine Heimat zu verlieren – und was braucht es, um anderswo anzukommen? In ihrem Buch «Vom Herzasthma des Exils» blickt Ursula Krechel auf die Geschichte von Flucht, Migration und Exil: von den Hugenotten bis zu den Geflüchteten unserer Gegenwart. Sie erzählt von Menschen, die aufbrechen mussten, von Gesellschaften, die sie aufnehmen oder abweisen, und von den Spuren, die Exil hinterlässt. Dabei wird Migration nicht nur als politisches oder gesellschaftliches Phänomen sichtbar, sondern als zutiefst menschliche Erfahrung: als Verlust, als Neuanfang, als Suche nach Zugehörigkeit.

Im Gespräch mit Ursula Krechel fragen wir, was wir aus der Geschichte des Exils für die Gegenwart lernen können. Wie verändert Migration eine Gesellschaft? Was bedeutet «Ankommen» – für jene, die kommen, und für diejenigen, die bereits da sind? Und welche Geschichten erzählen wir, wenn wir über Migration sprechen?

Anmeldung

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